przytylas-nie-musisz-wyrzucac-ciasnych-dzinsow_55a7ae34Wenn der Hosenknopf sich kaum mehr schließen lässt und die Kleidung zwickt, ist das für viele ein Signal mit dem Essen zu bremsen. Doch ist die persönliche Einschätzung, ab wann man zu dick oder zu dünn ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Um die Notwendigkeit des Abnehmens und gesundheitliche Risiken objektiv beurteilen zu können, gibt es folgende Richtgrößen:

I. Body-Mass-Index (BMI): Die WHO hat eine Klassifikation zur Einschätzung festgelegt, die sich am BMI (BMI = Körpergröße (in kg) geteilt durch Körpergröße2 (in m2) ) orientiert. Danach gilt jemand mit einem BMI:

  • unter 18,5 als untergewichtig
  • von 18,5 – 24,9 als normalgewichtig
  • über 25 als übergewichtig
  • über 30 als adipös oder fettleibig

BMI-Tabelle

 

II. Fettverteilung: Daraus kann auf das individuelle Risiko für Folgeerkrankungen geschlossen werden. Die Fettverteilung kann mit Hilfe verschiedener Apparate sehr genau gemessen werden. Zur Vereinfachung wird der Taillenumfang gemessen:

  • Erhöhtes Risiko: Frauen mit einem Umfang von mehr als 80 cm und Männern mit mehr als 94 cm.
  • Deutlich erhöhtes Risiko: Frauen mit einem Umfang ab 88 cm und Männer ab 102 cm.

Was tun, um abzunehmen?

Den besten Erfolg auf lange Sicht erzielen Sie, indem Sie Diät und Bewegung kombinieren. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten oder an geeignete Beratungsstellen verweisen. Für den ein oder anderen macht es außerdem Sinn in einer begleitenden Psychotherapie sein Essverhalten zu hinterfragen oder nach hilfreiche Nahrungsergänzungsmittel zu fragen.

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Es gibt einige Faustregeln für das Abnehmen:

  • Achten Sie auf ausgewogene Mischkost, bevorzugt Obst, Gemüse, Vollkornprodukte.
  • Pro Tag sollten Sie mindestens 1,5 – 2 l Flüssigkeit zu sich nehmen, Wasser und Tee eignen sich besonders.
  • Vorsicht mit Diäten, die nur eine sehr geringe Kalorienzufuhr erlauben oder sehr einseitig sind („Ananas-Diät“, Atkins). Sie strapazieren den Körper oft zu sehr und können sogar richtig ungesund sein.
  • Achtung vor dem so genannten Jojo-Effekt: Durch eine Gewichtssenkung geht der Energieverbrauch des Körpers zurück, also darf man nach der erfolgreichen Diät nicht wieder in alte Essmuster verfallen, das Gewicht steigt frustrierend schnell. Die Ernährung sollte ballaststoffreich und fettarm bleiben.
  • Ziele nicht zu hoch setzen, 0,3 – 1 kg pro Woche sind genug.
  • Zusätzliche Bewegung verbrennt zwar Kalorien. Achten Sie dabei aber auf den körperlichen Zustand und Erkrankungen. Auch die Vorlieben sollten nicht zu kurz kommen, so hält man leichter durch.
  • Oft hilft es bereits das Essverhalten umzustellen, zum Beispiel:
  • Langsam und bewusst essen
  • Nicht „nebenbei“ essen
  • Vielleicht ein Ernährungstagebuch führen, um das eigene Ess- und Trinkverhalten besser kennen zulernen.
  • Denken Sie an Nahrungsergänzungsmittel, die den Stoffwechsel anregen können.

Achtung: Die medikamentöse Unterstützung beim Abnehmen gehört unter einer strengen Risiko-Nutzen-Abwägung in die Hand Ihres betreuenden Arztes.